Historie

Alles begann am 12. April 1988. In einem Gespräch wurde die damalige Stadträtin Frau Ingrid Ritter von Vertreterinnen aller Stuttgarter Beratungsstellen für werdende Mütter über die damals in der Landeshauptstadt Stuttgart bestehende Wohnraumsituation unterrichtetet. Dabei kristallisierte sich als vorrangiges Problem heraus, dass Frauen in Notsituationen, zumal wenn sie schwanger sind, keine geeigneten Wohnungen, ja überhaupt keine Wohnungen, finden konnten.

Auf Initiative von Frau Stadträtin Ingrid Ritter wurde daraufhin im November 1988 der Sonderfonds „Wir bauen ein Haus – Hilfen für Mütter und Kinder“ gegründet. Durch private Spenden wurden ca. 215 TDM gesammelt und der Hausbau in Stuttgart-Hofen, für allein erziehende Elternteile sowie Schwangere in Krisensituationen durch die LEG – Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg mbH – als Bauträgerin ermöglicht. Dieses Haus wurde bis April 2008 vom Verein “MuK – Wir bauen ein Haus – Hilfen für Mütter und Kinder e. V.” betreut.

Die im Anschluss an den Hausbau noch verbliebenen Mittel in Höhe von 63 TDM wurden dem im März 1991 neu gegründeten Verein “MuK – Wir bauen ein Haus – Hilfen für Mütter und Kinder e. V.” überwiesen und der Fonds aufgelöst.

Es begannen sofort die Vorbereitungen für ein zweites Haus in Stuttgart-Plieningen, das im August 1993 wiederum von acht Frauen mit deren Kindern bezogen werden konnte. Das dritte Haus folgte in Stuttgart-Vaihingen im Abstand von drei Jahren und wurde im Dezember 1996 übergeben. „MuK“ entwickelte sich weiter und passte sich den Erfordernissen der Landeshauptstadt an.

Das in der Meluner Straße seit 2004 bestehende Familienzentrum der Landeshauptstadt Stuttgart entspringt auch dem Engagement des ehemaligen Vereins “MuK – Wir bauen ein Haus – Hilfen für Mütter und Kinder e.V.”.

Orientiert an den Erfahrungen mit dem Café MuK in Vaihingen-Lauchhau (jetzt Meluner Straße) wurde in der Alten Schule in Riedenberg ein neues Café MuK als Familienbegegnungsstätte eingerichtet. Das Café MuK wurde zuletzt jedoch, ohne das große Engagement von Frau Ingrid Ritter, kaum mehr genutzt. Daher wurde der Betrieb Ende 2012 eingestellt.

Seit März 2004 fanden Gespräche zur Auflösung des Vereins statt. Lange Zeit wurde darüber diskutiert, ob die Arbeit von “MuK” unter dem Dach der Bürgerstiftung Stuttgart fortgesetzt wird oder eine rechtlich unselbstständige Stiftung der Landeshauptstadt Stuttgart gegründet werden soll.

Im Jahr 2009 stand das Ergebnis fest. Die Mitgliederversammlung des Vereins beschloss dessen Auflösung im Oktober 2009. Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats der Landeshauptstadt Stuttgart nahm das bestehende Vereinsvermögen in Höhe von 90.000 Euro im Dezember 2009 an und errichtete zeitgleich die rechtlich unselbstständige “Ingrid-Ritter-Stiftung”.